Day 38: Burning waste

Since yesterday morning a stench of burned plastic and rubber is lingering over the town, which gets stronger every time the wind blows from the inland and not the sea. Even though I tried, I did not find the source but there is a good chance the smell results from burning waste.

 

Waste is one of the biggest problems of South Africa, especially plastic waste. Plastic is nearly everywhere: From supermarket bags to coke bottles, from plastic wrapper to oil cans. In the richer and well-groomed parts of Port Elizabeth the streets, gardens and places are clean, wastebaskets carry the signs “Thank you for not littering”. The problem lies in the poorer parts of town, especially the townships are live-in waste dumps. In most townships there is no municipal waste collection or garbage disposal, the waste is thrown on the street or unofficial and illegal dumps next to the houses. Plastic bags are flying around, those who are caught in trees and bushes are often called African flowers.

 

 

Often enough the illegal waste is catching fire – due to natural heat, sunlight breaking in glass bottles or human intervention, since there is no other possibility to get rid of it than burning it. It is something that would be deemed impossible in Europe. The burning plastic does not only cause a terrible stench but dangerous and unhealthy fumes as well.

 

Since there is no municipal waste system in townships social projects are often the only solution for the waste problem. Driving past a township now and then you can see people in yellow high visibility vests collecting waste. A student if mine in Oldenburg, who had been on an exchange in Port Elizabeth, wrote an article about one of these projects in the Walmer-Township in Port Elizabeth.

 

German Article “Zukunftsperspektive Müll”

 

http://gemuesefischen.wordpress.com/2013/06/15/all-of-us-benefit-zukunftsperspektive-mull/

 

While this project has gained the permission of the local government to collect waste, the municipalities in many parts of South Africa try to ban so called illegal waste picking. A number of poor people make a living in collecting garbage not only on the roads but also at municipality landfill sites to sell it on for recycling, which is not only a way to support themselves but could also be seen as an impact on sustainable waste management.

 

 

Seit gestern Vormittag hängt ein beißender Geruch nach verbranntem Plastik und Gummi über der Stadt – insbesondere, wenn der Wind aus dem Landesinneren weht. Die Quelle des Gestanks habe ich trotz intensiver Internet- und Nachrichtenrecherche noch immer nicht heraus gefunden, aber die Chancen stehen gut, dass brennender Müll die Ursache ist.

 

Müll ist eines der größten Probleme Südafrikas, ganz besonders Plastikmüll. Plastik ist nahezu überall: von Einkaufstüten über leere Cola-Flaschen und Plastikverpackungen bis hin zu alten Ölflaschen. In den reicheren und gut gepflegten Stadtteilen ist das Problem gering, da es dort eine Müllabfuhr gibt und alle paar Meter ein Abfalleimer auf dem Bürgersteig steht mit dem Hinweis, Müll bitte nicht einfach auf die Straße zu werfen. In den ärmeren Stadtgebieten und insbesondere in den Townships sieht die Situation schon anders aus. Vor allem viele Townships gleichen eher einer bewohnten Müllhalde, denn einer Wohnsiedlung. Ein Abfallverwertungssystem gibt es nicht, Verpackungen und organische Abfälle werden gleichermaßen auf die Straße geschmissen oder auf einen der illegalen Müllhaufen neben den Häusern. Plastiktüten fliegen vom Wind aufgewirbelt durch die Luft, jene, die sich in Bäumen und Sträuchern verfangen, nennt man auch „African Flowers“, afrikanische Blüten.

 

Oft genug fängt dieser illegale Müll Feuer – durch natürliche Erhitzungsprozesse im Inneren der Müllhaufen, durch Sonnenlicht, das sich in Glasflaschen bricht und immer wieder auch, weil Menschen die Haufen anzünden. Feuer ist schlichtweg die einzige Möglichkeit den Abfall loszuwerden. Das verursacht allerdings nicht nur einen beißenden Gestank, der fast täglich über den Townships hängt, sondern auch giftige Dämpfe durch verbrennendes Plastik, Gummi oder Rückstände von Chemikalien.

 

Da es an kommunaler Müllentsorgung mangelt, übernehmen die Müllentsorgung häufig private Initiativen und soziale Projekte. Wer durch einen Township fährt oder läuft sieht hin und wieder Gruppen von Menschen mit gelben Warnwesten und Mülltüten, die den Abfall aufsammeln. Eine meiner Oldenburger Studentinnen hat während ihres Studienaufenthalts in Port Elizabeth einen Artikel über eine solche Initiative im Walmer-Township geschrieben:

 

http://gemuesefischen.wordpress.com/2013/06/15/all-of-us-benefit-zukunftsperspektive-mull/

 

Während dieses Projekt eine offizielle Genehmigung der Stadt erhalten hat, gibt es auch sogenannte illegale Müllsammler. Teile der armen Bevölkerung verdienen sich ihren Lebensunterhalt indem sie nicht nur auf den Straßen, sondern besonders auf den Müllkippen der Städte Abfälle sammeln und an Recyclingbetriebe weiterverkaufen. Die Armen verkaufen also den Müll der Reichen. Nicht in allen Städten wird das gerne gesehen. Doch verschafft das illegale Müllsammeln nicht nur den Sammlern einen Lebensunterhalt, man kann es auch als einen Beitrag zu einem nachhaltigeren Umweltmanagement sehen – denn ein wirkliches Recyclingkonzept gibt es in Südafrika bislang nicht.

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